News im Juni 2013



Leader-Training Modul 1


News vom 26.06.2013

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Bericht FF Schwanau: Ein Ausbilderteam der Berufsfeuerwehr Duisburg trainierte am Samstag den 22.06.2013 mit den Atemschutzträgern der Feuerwehren Schwanau und Meissenheim verschiedene Strahlrohrtechniken sowie die entsprechende Einsatztaktik. Neben dem taktischen Vorgehen wurden auch die Grundlagen der verschiedenen Hohlstrahlrohrtypen in Theorie und Praxis aufgezeigt. Besonders die verschiedenen Löschverfahren wurden anhand der unterschiedlichen Brandverläufe erläutert und der Umgang mit den Hohlstrahlrohren ausführlich trainiert.

Übung mit DLRG am Matschelsee


News vom 23.06.2013

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Bericht Dieter Winkler: Zu einer nicht alltäglichen Übung trafen sich Feuerwehr- und DLRG-Einheiten am vergangenen Mittwoch, 12.06.2013 auf Gemarkung Meißenheim.
Pünktlich um 19:00 Uhr waren zahlreiche Vertreter beider Organisationen am Feuergerätehaus Meißenheim zusammen gekommen um von den Verantwortlichen zu hören welches Szenario sich diese ausgedacht hatten.
Eindeutig in der Überzahl waren die leuchtend roten Einsatzkleidungen der DLRG-Kräfte. Einheiten aus Schutterwald, Kehl und Achern hatten sich an diesem Abend Zeit genommen um an der geplanten Übung teilzunehmen. Damit es überhaupt soweit kommen konnte, waren einige Gespräche der Verantwortlichen von Feuerwehr und DLRG im Vorfeld erforderlich. Umso mehr freuten sich die Männer und Frauen der Feuerwehren aus Neuried und Meißenheim über die große Resonanz von Seiten des DLRG, an deren Spitze Torsten Huber die Gesamtverantwortung inne hatte.
Zunächst begrüßte Michael Heimburger die anwesenden Gäste und die aufgebotenen Feuerwehrleute, an deren Spitze die beiden Kommandanten der Feuerwehren aus Neuried, Ralf Grim, und Meißenheim, Fred Brandenburger, standen. Die Feuerwehr Neuried war an diesem Abend mit Mitgliedern aus der Mannschaft des Einsatz-Führungstrupps sowie dem ELW 1 vertreten. Ebenso eingefunden hatten sich 2 Vertreter des Rettungsdienstes mit einem Notfall-KTW.
Die Männer und Frauen des DLRG wurden von Torsten Huber angeführt, der die Anwesenden in einer kurzen theoretischen Einführung zum Ablauf eines notwendigen Rettungseinsatzes oder einer Personensuche im (stehenden) Gewässer auf den erforderlichen Wissensstand brachte. Danach ging es raus an den Matschelsee, der in der Vergangenheit schon einige reale Einsätze hervorgebracht hatte und aus Sicht der Feuerwehr fast immer etwas chaotische Abläufe zur Folge hatte.

Als Ziele des Abends sollten verfolgt werden:

  • persönliches Kennenlernen der jeweiligen anderen Einheiten und Ansprechpartner
  • Kennenlernen der jeweiligen Arbeitsweisen
  • Gemeinsames Verstärken, Unterschiedliches den Spezialkräften überlassen.
Die Übung nahm sodann ihren Lauf als die Meldung eintraf, daß ein Schwimmer im Matschelsee vermisst werde und dieser bereits seit ca. 20 Minuten abgängig sei.
Nun war gezieltes, schnelles Handeln angesagt. Die erste am Einsatzort eintreffende Einheit hatte die Aufgabe den vermeintlichen Unfallort zu erkunden und mit den zur Verfügung stehenden Informanten möglichst genau zu beschreiben, um den nachalarmierten Einheiten des DLRG möglichst viel Informationen liefern zu können. Da bei einem solchen Einsatzstichwort „Person im Wasser“ mit einem größeren Aufgebot an Hilfskräften zurechnen ist, werden nach Alarm- und Ausrücke-Ordnung (AAO) die Mitglieder des Einsatz-Führungstrupps Neuried-Meißenheim mitalarmiert um eine Einsatzleitung zu bilden und die nachrückenden Kräfte koordiniert und geordnet in den Einsatz zu bringen. Hierzu bedarf es einer umfangreichen Lageerkundung (z.B. günstiger Anfahrtswege, Bereitstellung von Lotsen) der Einrichtung von Meldeköpfen und Bereitstellungsräumen sowie einer Kommunikationsstruktur. Eine weitere Maßnahme ist die Aufnahme der Personensuche im Uferbereich.
Als erste DLRG-Einheit trafen die Kameraden der Ortsgruppe Schutterwald mit dem Schlauchboot im Schlepptau am Matschelsee ein. Gemäß der Einsatzführungsgsorganisation des DLRG übernahm der mitfahrende Zugführer die Einsatzleitung Wasserrettung und begab sich zum bereits einsatzbereiten ELW1 der Feuerwehr Neuried, welcher sich zunächst, auch aufgrund der begrenzten Platzverhältnisse rund um den See, am südwestlichen Seeende im Bereich der B36 postiert hatte. Auch wollte man verhindern, wie in der Vergangenheit mehrfach passiert, daß nur die Fahrzeuge, welche auch wirklich zum Einsatz benötigt werden, bzw. zum Erfolg etwas beitragen können an das jeweilige Seeufer fahren. Die Einheiten der Feuerwehr (2 Löschfahrzeuge, ein MTW und das Einsatzleitfahrzeug Neuried 1/11) wurden von Kommandant Brandenburger und dem Einsatzführungstrupp geführt und in Einsatz gebracht.
Während die Schutterwälder Kameraden das Rettungsboot am östlichen Seeufer zu Wasser brachten, meldeten sich weitere Wasserrettungskräfte bei der Einsatzleitung. So waren in der Folgezeit Taucher aus Kehl und Strömungsretter aus Achern mit ihren Fahrzeugen eingetroffen, welche auch unverzüglich in die laufenden Aktionen eingebunden wurden.
Zwischenzeitlich erwies sich der zuerst gewählte Standort des ELW 1 aufgrund von Kommunikationsproblemen als nicht optimal, so daß im laufenden Einsatz ein Standortwechsel in östlicher Richtung vorgenommen werden mußte.
Nach dem der Einsatzleiter Wasserrettung alle verfügbaren Kräfte in Einsatz gebracht hatte, sollte der Erfolg in Sachen Personensuche nach dem abgängigen Schwimmer nicht lange auf sich warten lassen. Insgesamt 37 Minuten nach Alarmierung der Rettungskräfte wurde die vermisste Person gefunden und dem anwesenden Rettungsdienst übergeben.
Alle Übungsteilnehmer trafen sich anschließend nochmals am Gerätehaus Meißenheim zu einer Einsatznachbesprechung und einem intensiven Erfahrungsaustausch zu der durchgeführten Übung.
Ganz oben auf der Liste standen die Meinungen über das gute Gelingen der Übung. Trotz anfänglicher Kommunikationsprobleme wurden die Knackpunkte angesprochen und abgeklärt, bzw. mögliche Lösungswege angesprochen. Auf Seiten der Feuerwehr wurde erkannt welche Aktionen notwendig sind um eine Wasserrettung erfolgreich zu gestalten, den DLRG-Leuten wurde gezeigt, daß die Feuerwehr (als Gesamtverantwortlicher eines solchen Rettungseinsatzes) gewisse Strukturen aufbaut und einhält bzw. auf diese besteht, die sich die Wasserrettung auch zu nutze machen kann. Beide Seiten nahmen wertvolle Erkenntnisse für kommende Einsätze mit und die zuvor genannten Ziele wurden erreicht wenn nicht gar übertroffen.
Als Gesamtresümee war man sich einig, daß im Ortenaukreis solche Übungen nicht alle Tage stattfinden und hier auch eine gewisse Vorreiterrolle beansprucht werden kann. Die gute Zusammenarbeit beider Hilfsorganisationen soll im Herbst mit einer Übung an einem Fließgewässer weitergeführt werden, an der dann auch Einheiten mit größeren Booten zum Einsatz kommen könnten. Zum Schluss bedankten sich die Verantwortlichen bei allen Teilnehmern für Ihr Engagement und Abt. Kommandant Matthias Kaderlin, Meißenheim, lud die Anwesenden zu einem kleinen Umtrunk in und um das Feuerwehrgerätehaus in Meißenheim ein.
Einige Bilder der Übungs sind in der Bildergalerie.